• Begriffe
  • 200 Angaben zum Unfallversicherungsgesetz (UVG) und zur Unfallversicherungsverordnung (UVV)
  • 300 Angaben zur VUV: Geltungsbereich, Pflichten der Arbeitnehmer und Arbeitgeber, ASA-Beizug
  • 307A Angaben zur VUV: Beizug von Arbeitsärzten und anderen Spezialisten der Arbeitssicherheit (ASA-Beizug)
  • 309A Angaben zur VUV: Gebäude und andere Konstruktionen
  • 321A Angaben zur VUV: Arbeitsmittel
  • 330A Angaben zur VUV: Arbeitsumgebung
    • 330 Lüftung im Arbeitsbereich
    • 331 Lärm in der Arbeitsumgebung
    • 332 Vibration in der Arbeitsumgebung
    • 333 Beleuchtung der Arbeitsumgebung
      • 333.1 Begriff "Beleuchtung"
      • 333.2 Schutzziele "Beleuchtung"
      • 333.3 Anforderungen an die Beleuchtung
      • 333.4 Natürliche oder künstliche Beleuchtung
      • 333.5 Beleuchtungsstärke
      • 333.6 Blendung
      • 333.7 Kapitel gestrichen
      • 333.8 Helligkeitsunterschiede und Adaptation
      • 333.9 Lichtfarbe
      • 333.10 Notbeleuchtung (Sicherheitsbeleuchtung und Ersatzbeleuchtung)
    • 334 Explosions- und Brandgefahr in der Arbeitsumgebung
    • 335 Instandhaltung und Abfallbeseitigung
  • 336A Angaben zur VUV: Arbeitsorganisation
  • 351 Angaben zur VUV: Organisation der Aufsicht
  • 381 Angaben zur VUV: Vollzug der Vorschriften über die Arbeitssicherheit (Durchführungsverfahren)
  • 400 Angaben zur VUV: Arbeitsmedizinische Vorsorge
  • 431 Angaben zur VUV: Finanzierung der Kosten der Aufsicht
  • 450A Verfahren und Rechtspflege, Schlussbestimmungen der VUV
  • 500A Angaben zu weiteren Erlassen
  • EKAS-Richtlinie Nr. 6508 über den Beizug von Arbeitsärzten und anderen Spezialisten der Arbeitssicherheit
  • EKAS-Richtlinie Nr. 6512 Arbeitsmittel
  • Ergänzungsband
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333.6 Blendung

Art. 35 VUV

Blendung ist eine Empfindung, die durch helle Flächen im Gesichtsfeld, wie beleuchtete Oberflächen, Teile von Leuchten, Fenster und/oder Dachoberlichter hervorgerufen wird. Um Fehler, Ermüdung und Unfälle zu vermeiden, muss Blendung begrenzt werden. Eine Blendung ist in jedem Fall irritierend und eine andauernde Blendung führt zu schneller Ermüdung des Auges und der Konzentration. Unsichere Handlungen können die Folgen sein.

Die Direktblendung wird nach der Methode des Unified Glare Ratings (UGR) ermittelt. Dafür sind die vertikalen Helligkeiten (Leuchtdichten in cd/m2; Candela pro m2) beim Auge des Beobachters zu. Die relativen Unterschiede zwischen der hellsten und der dunkelsten Zone sollen nicht grösser sein als

  • Faktor 1 zu 3 im Bereich der Sehaufgabe 
  • Faktor 1 zu 10 im Gesichtsfeld also inklusive der weiteren Umgebung

Das Auge hat eine grosse Fähigkeit sich den Beleuchtungsverhältnissen anzupassen (Adaptation). Es ist aber nicht in der Lage grosse Unterschiede in der Helligkeit im Sehfeld auszugleichen. Es kommt zur Blendung, sei es direkt durch eine starke Leuchtquelle oder indirekt durch Reflexion von einer Oberfläche. Wie die Blendung empfunden wird, hängt wesentlich von der Grösse und der Position der Blendquelle im Gesichtsfeld ab. Eine Glühbirne am Rande des Gesichtsfeldes (zum Beispiel an der Decke) wirkt viel weniger störend als dieselbe Blendquelle im Zentrum des Gesichtfeldes.. Mit zunehmendem Alter, das heisst ab ca. 45 Jahren, nimmt die Blendempfindlichkeit stark zu. Brillen- oder Linsenträger können ebenfalls empfindlicher reagieren.


Abbildung 1: Leuchtdichten werden idealerweise mit einer Leuchtedichtekamera erfasst