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      • 337.1 Begriffe Arbeitskleidung, PSA (Persönliche Schutzausrüstung)
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  • 351 Angaben zur VUV: Organisation der Aufsicht
  • 381 Angaben zur VUV: Vollzug der Vorschriften über die Arbeitssicherheit (Durchführungsverfahren)
  • 400 Angaben zur VUV: Arbeitsmedizinische Vorsorge
  • 431 Angaben zur VUV: Finanzierung der Kosten der Aufsicht
  • 450A Verfahren und Rechtspflege, Schlussbestimmungen der VUV
  • 500A Angaben zu weiteren Erlassen
  • EKAS-Richtlinie Nr. 6508 über den Beizug von Arbeitsärzten und anderen Spezialisten der Arbeitssicherheit
  • EKAS-Richtlinie Nr. 6512 Arbeitsmittel
  • Ergänzungsband
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337.11 Fussschutz

Art. 5 und 38 VUV

A. Wann ist ein Fussschutz zu benutzen?

Ein Fussschutz ist zu benutzen, wenn mit Fussverletzungen zu rechnen ist.
Die Füsse können durch

  • mechanische,
  • thermische,
  • chemische und
  • elektrische

Einwirkungen verletzt werden.

Gefährdung der Füsse

Art der Einwirkung

Fussverletzung durch

Mechanisch

  • Umfallende oder herabfallende Gegenstände
  • Einklemmen, z. B. beim Absetzen von Lasten
  • Eintreten von spitzen Gegenständen, z. B. von Nägeln, Metallspänen
  • Anstossen an Gegenstände oder Hindernisse
  • Überrollt werden von z. B. Fahrzeugen (LKW, Stapler etc.), Fässern
  • Ausrutschen, Ausgleiten auf z. B. Granulat, Öl

Thermisch

  • Kontaktwärme in Betrieben mit heissen Böden bzw. heissen Gegenständen
  • Dampf, heisse Flüssigkeiten
  • Funkenflug
  • Kälte

Chemisch

  • Verschiedenste Gefahrstoffe, z. B. Säuren, Laugen, Lösemittel
Elektrisch
  • Berührung spannungführender Arbeitsmittel

B. Welche Arten von Fussschutz gibt es?

Fussschutz

Kennzeichnung

Sicherheitsschuhe für den gewerblichen Gebrauch

Nach EN 20345 mit Zehenkappen für hohe Belastungen
(Prüfung der Schutzwirkung mit 200 J)

S

Schutzschuhe für den gewerblichen Gebrauch

Nach EN 20346 mit Zehenkappen für hohe Belastungen
(Prüfung der Schutzwirkung mit 100 J)

P

Berufsschuhe für den gewerblichen Gebrauch

Nach EN 20347, Zehenkappen sind nicht erforderlich

O

 

Welche Werkstoffe werden verwendet?

Werkstoff

Kennzeichnung

Schuhe aus Leder oder anderen Materialien, hergestellt nach herkömmlichen Schuhfertigungsmethoden (z. B. Lederschuhe)

I

Schuhe vollständig geformt oder vulkanisiert (Gummistiefel, Polymerstiefel (z. B. aus PUR) für den Nassbereich)

II

Ein Nachteil von Schuhen aus Gummi- oder Kunststoffen ist die unzureichende Abführung von Fusswärme und Fussschweiss.
Die Sohlen für den Fussschutz können aus unterschiedlichen Materialien bestehen:

  • Sohlen aus Gummi (Perbunan) können im allgemeinen universell eingesetzt werden. Eigenschaften: geringer Abrieb, Widerstandsfähigkeit, verhältnismässig hohes spezifisches Gewicht, geringe Dämpfung.
  • Sohlen aus Kunststoffen (z. B. Polyurethan PU) sind sehr flexibel, sie besitzen gute Abroll- und Dämpfungseigenschaften, ein geringes spezifisches Gewicht und kreiden nicht ab. Nachteile sind: höherer Verschleiss, keine Verwendung in spanabhebenden Betrieben, empfindlich bei ständigem Umgang mit Wasser.
  • Kombinationen dieser beiden Materialien sind erhältlich, sie vereinigen deren gute Eigenschaften (DUO-Sohlen). Auch unterschiedliche Härteeinstellungen des PU-Materials sind bei Zweischichtsohlen eingesetzt.

C. Was ist bei der Benutzung des Fussschutzes besonders zu beachten?

Bei der Beschaffung sollte zur Verbesserung der Trageigenschaften auf

  • Polsterkragen mit integriertem Knöchelpolster,
  • Abpolsterung der Faltentasche und
  • antimikrobielle Ausrüstung

geachtet werden.

Fussschweiss kann, wie in anderen Schuhen, bei Dauerbenutzung auftreten. Wegen der überwiegenden Verwendung hochwertigen Ledermaterials ist das Ausmass der Schweissbildung aber geringer als bei Billigausführungen anderer Schuhe (z. B. bei Turnschuhen). Trotzdem sind auch beim Benutzen von Fussschutz tägliches Waschen der Füsse und Wechseln der Strümpfe erforderlich. Es ist empfehlenswert, die Schuhe nach der täglichen Benutzung mit einer antimikrobiellen Lösung einzusprühen.

Schuhe aus Leder passen sich der Fussform des Benutzers an. Deshalb und aus hygienischen Gründen sollen sie nicht an einen anderen Benutzer weitergegeben werden. Bei Stiefeln aus Gummi oder Kunststoff ist eine Weitergabe nach Reinigung und Desinfektion in Einzelfällen möglich.
Abgetragene und beschädigte Schuhe (z. B. abgelaufenes Profil, freiliegende Zehenkappe, aufgegangene Schaftnähte) dürfen nicht mehr weiter getragen werden, da ihre Schutzfunktion nicht mehr gegeben ist.

Jedem Paar leitfähiger Schuhe und jedem Paar antistatischer Schuhe muss der Inverkehrbringer (Hersteller) ein Merkblatt mit Benutzerhinweisen beifügen.

Der Lieferant des Fussschutzes ist vom Betrieb eingehend darüber zu informieren, gegen welche Gefahren der Fussschutz zu schützen hat.

Regelwerk und weitere Informationen zu Fussschutz siehe 1337.11