• Begriffe
  • 200 Angaben zum UVG und zur UVV
  • 300 Angaben zur VUV: Geltungsbereich, Pflichten der Arbeitnehmer und Arbeitgeber, ASA-Beizug
  • 307A Angaben zur VUV: Beizug von Arbeitsärzten und anderen Spezialisten der Arbeitssicherheit (ASA-Beizug)
  • 309A Angaben zur VUV: Gebäude und andere Konstruktionen
  • 321A Angaben zur VUV: Arbeitsmittel
  • 330A Angaben zur VUV: Arbeitsumgebung
    • 330 Lüftung im Arbeitsbereich
    • 331 Lärm in der Arbeitsumgebung
    • 332 Vibration in der Arbeitsumgebung
    • 333 Beleuchtung der Arbeitsumgebung
    • 334 Explosions- und Brandgefahr in der Arbeitsumgebung
    • 335 Instandhaltung und Abfallbeseitigung
      • 335.1 Begriffe "Instandhaltung" und "Abfallbeseitigung"
      • 335.2 Grundsätzliche Schutzziele "Instandhaltung" und "Abfallbeseitigung"
      • 335.3 Instandhalten und Reinigen der Arbeitsplätze, Verkehrswege, Arbeits- und Nebenräumlichkeiten
      • 335.4 Abfälle, Sonderabfälle; entfernen, lagern, beseitigen
      • 335.5 Begehen von Kanalisationen und ähnlichen Anlagen
  • 336A Angaben zur VUV: Arbeitsorganisation
  • 351 Angaben zur VUV: Organisation der Aufsicht
  • 381 Angaben zur VUV: Vollzug der Vorschriften über die Arbeitssicherheit (Durchführungsverfahren)
  • 400 Angaben zur VUV: Arbeitsmedizinische Vorsorge
  • 431 Angaben zur VUV: Finanzierung der Kosten der Aufsicht
  • 450A Verfahren und Rechtspflege, Schlussbestimmungen der VUV
  • 500A Angaben zu weiteren Erlassen
  • EKAS-Richtlinie Nr. 6508 über den Beizug von Arbeitsärzten und anderen Spezialisten der Arbeitssicherheit
  • EKAS-Richtlinie Nr. 6512 Arbeitsmittel
  • Ergänzungsband
Deutsch |
Français |
Italiano

335.4 Abfälle, Sonderabfälle; entfernen, lagern, beseitigen

Art. 37 VUV

Beim Aufbewahren und Entsorgen von Abfällen sind die massgebenden Bestimmungen zu beachten (1335.4a). Die Verordnung über den Verkehr mit Abfällen (VeVA) regelt den Verkehr mit Abfällen. Sonderabfälle sind in der Verordnung über Listen zum Verkehr mit Abfällen aufgeführt (VLVA). Sonderabfälle dürfen für die Abgabe weder verdünnt noch vermischt werden.

Sonderabfälle müssen ihrer Gefährlichkeit entsprechend sicher gesammelt, gelagert und entsorgt werden. Insbesondere müssen sie:

  • vor gefährlichen äusseren Einwirkungen geschützt werden
  • für Unbefugte unzugänglich sein
  • so aufbewahrt oder gelagert werden, dass Verwechslungen, namentlich mit Lebensmitteln, oder irrtümliche Verwendungen verhindert werden.

Nicht gewerbliche Verwender können gefährliche Stoffe oder Reste bei der Verkaufsstelle zurückgeben. Diese hat sie unentgeltlich der fachgerechten Entsorgung zuzuführen. Entsprechende Abfälle von gewerblichen Verwendern werden von offiziellen Sammelstellen oder von Spezialfirmen mit Bewilligung zur Entgegennahme von Sonderabfällen entgegengenommen.

Abfälle sind je nach dem Gefahrengrad, den sie für den Arbeitnehmer ergeben, zu behandeln.

Stoffe, die miteinander gefährliche Reaktionen eingehen können, sind getrennt aufzubewahren (z.B. Säuren und Laugen; brennbare Flüssigkeiten und Oxidationsmittel (1335.4b).

Holzspäne und Holzstaub werden normalerweise mit stationären Absaugeinrichtungen entfernt und in Silos gelagert (341.1). Beim Entleeren der Silos sind die massgebenden Bestimmungen einzuhalten (1335.4c).

Verunreinigte Putzlappen, Putzfäden und ähnliches sind in mit Deckeln ausgerüsteten Abfallbehältern aus nicht brennbarem Material aufzubewahren.

Metallstäube und Späne bei denen eine Brand- und Explosionsgefahr besteht sind in verschliessbaren, nicht brennbaren Behältern aufzubewahren.