• Begriffe
  • 200 Angaben zum UVG und zur UVV
  • 300 Angaben zur VUV: Geltungsbereich, Pflichten der Arbeitnehmer und Arbeitgeber, ASA-Beizug
  • 307A Angaben zur VUV: Beizug von Arbeitsärzten und anderen Spezialisten der Arbeitssicherheit (ASA-Beizug)
  • 309A Angaben zur VUV: Gebäude und andere Konstruktionen
  • 321A Angaben zur VUV: Arbeitsmittel
  • 330A Angaben zur VUV: Arbeitsumgebung
    • 330 Lüftung im Arbeitsbereich
    • 331 Lärm in der Arbeitsumgebung
    • 332 Vibration in der Arbeitsumgebung
    • 333 Beleuchtung der Arbeitsumgebung
    • 334 Explosions- und Brandgefahr in der Arbeitsumgebung
      • 334.1 Begriffe "Explosionsgefahr, Brandgefahr"
      • 334.2 Grundsätzliches Schutzziel "Explosionsgefahr, Brandgefahr"
      • 334.3 Explosionsgefahr durch brennbare Gase, Flüssigkeiten und Stäube
      • 334.4 Massnahmen des primären Explosionsschutzes
      • 334.5 Massnahmen des sekundären Explosionsschutzes
      • 334.6 Konstruktive Massnahmen des Explosionsschutzes
      • 334.7 Explosionsgefahr durch explosionsgefährliche Stoffe (Explosivstoffe)
      • 334.8 Standort und Bauweise von Gebäuden und Räumen, in denen Arbeiten mit explosionsgefährlichen Stoffen ausgeführt oder diese gelagert werden
      • 334.9 Einrichtungen in Gebäuden und Räumen, in denen Arbeiten mit explosionsgefährlichen Stoffen ausgeführt oder diese gelagert werden
      • 334.10 Persönliche Schutzausrüstung beim Umgang mit explosionsgefährlichen Stoffen
    • 335 Instandhaltung und Abfallbeseitigung
  • 336A Angaben zur VUV: Arbeitsorganisation
  • 351 Angaben zur VUV: Organisation der Aufsicht
  • 381 Angaben zur VUV: Vollzug der Vorschriften über die Arbeitssicherheit (Durchführungsverfahren)
  • 400 Angaben zur VUV: Arbeitsmedizinische Vorsorge
  • 431 Angaben zur VUV: Finanzierung der Kosten der Aufsicht
  • 450A Verfahren und Rechtspflege, Schlussbestimmungen der VUV
  • 500A Angaben zu weiteren Erlassen
  • EKAS-Richtlinie Nr. 6508 über den Beizug von Arbeitsärzten und anderen Spezialisten der Arbeitssicherheit
  • EKAS-Richtlinie Nr. 6512 Arbeitsmittel
  • Ergänzungsband
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334.6 Konstruktive Massnahmen des Explosionsschutzes

Art. 36 VUV

Beim Umgang mit brennbaren Stäuben ist die Explosionsgefahr, trotz getroffener Massnahmen des primären oder sekundären Explosionsschutzes oft noch zu gross. In solchen Fällen bieten sich konstruktive Massnahmen an, welche die Auswirkungen einer Explosion auf ein unbedenkliches Mass beschränken.

Diese Massnahmen richten sich nach den Eigenschaften des zu verarbeitenden Stoffes und ergeben sich aus der sicherheitstechnischen Prüfung. Solche Eigenschaften betreffen

  • die Staubexplosionsklasse
  • die Brennklasse
  • die thermische Zersetzung
  • die Schlagempfindlichkeit
  • den Gehalt an brennbaren Flüssigkeiten
  • die Zündtemperatur

Methoden und Mittel zur Sicherheitsbeurteilung und Prüfung von brennbaren Stäuben sowie von Schutzmassnahmen, sind in der Schriftenreihe der Expertenkommission für Sicherheit in der chemischen Industrie der Schweiz (1334.6) niedergelegt.

Folgende konstruktive Schutzmassnahmen können getroffen werden:

Explosionsfeste Bauweise
Zwei Möglichkeiten:

  • Explosionsdruckfeste Behälter oder Apparate, die dem zu erwartenden Explosionsdruck standhalten, ohne sich bleibend zu verformen.
  • Explosionsdruckstossfeste Behälter oder Apparate, die dem in ihrem Innern auftretenden Druckstoss in der Höhe des zu erwartenden Explosionsdruckes widerstehen, wobei eine bleibende Verformung zulässig ist.

Explosionsdruckentlastung
Durch Freigabe von definierten Öffnungen, die mit Berstfolien oder Explosionsklappen verschlossen sind, können Behälter, in denen mit Staubexplosionen zu rechnen ist, vor Explosionsauswirkungen (Bersten, Aufreissen) geschützt werden. Die Druckentlastung muss dabei gefahrlos erfolgen.

Explosionsunterdrückung
Durch diese Schutzart werden Explosionen durch Detektoren im Anfangsstadium entdeckt und durch selbstauslösende Löschgeräte unterdrückt, bevor sie zerstörerische Heftigkeit erreichen.

Explosionstechnische Entkoppelung von Anlagen
Um zu verhindern, dass eine Explosion in ungeschützte Anlageteile weiterläuft, sind in die Verbindungen und Austragsöffnungen geeignete Explosionssperren in Form von Schnellschlussschiebern, Schnellschlussventilen, Löschmittelsperren oder Zellenradschleusen einzubauen, die durch eine beginnende Explosion oder durch das Ansprechen von Sicherheitseinrichtungen ausgelöst werden.