• Begriffe
  • 200 Angaben zum UVG und zur UVV
  • 300 Angaben zur VUV: Geltungsbereich, Pflichten der Arbeitnehmer und Arbeitgeber, ASA-Beizug
  • 307A Angaben zur VUV: Beizug von Arbeitsärzten und anderen Spezialisten der Arbeitssicherheit (ASA-Beizug)
  • 309A Angaben zur VUV: Gebäude und andere Konstruktionen
    • 309 Belastbarkeit von Gebäuden und anderen Konstruktionen
    • 310 Gestaltung von Gebäuden und anderen Konstruktionen im Zusammenhang mit ihrer Reinigung
    • 311 Fussböden in Gebäuden und anderen Konstruktionen
    • 312 Glaswände und Glastüren in Gebäuden und anderen Konstruktionen
    • 313 Treppen in Gebäuden und andern Konstruktionen sowie in deren Bereich
    • 314 Dächer von Gebäuden und anderen Konstruktionen
    • 315 Ortsfeste Leitern in Gebäuden und anderen Konstruktionen sowie in deren Bereich
    • 316 Verkehrswege in Gebäuden und anderen Konstruktionen sowie in deren Bereich
    • 317 Fluchtwege in Gebäuden und anderen Konstruktionen sowie in deren Bereich
      • 317.1 Begriff "Fluchtweg"
      • 317.2 Schutzziel "Fluchtweg"
      • 317.3 Gestalten von Fluchtwegen
      • 317.4 Zahl und Anordnung von Treppenanlagen, Ausgängen und Fluchtwegen
      • 317.5 Freihalten von Verkehrswegen, die bei Gefahr als Fluchtweg dienen
      • 317.6 Markieren von Fluchtwegen und Türen in Fluchtwegen
      • 317.7 Beleuchten von Fluchtwegen und Türen in Fluchtwegen
      • 317.8 Türen und Tore in Fluchtwegen
      • 317.9 Rutschhemmende Böden bei Fluchtwegen
      • 317.10 Vermeiden bzw. Markieren von Gefahrenstellen auf Fluchtwegen
      • 317.11 Ausgänge in Fluchtwegen führen ins Freie oder in einen anderen sicheren Bereich
      • 317.12 Rettungsweg und Wendeltreppen in Fluchtwegen
    • 318 Abschrankungen und Geländer in Gebäuden und anderen Konstruktionen sowie in deren Bereich
    • 319 Laderampen und Rampenauffahrten in Gebäuden und anderen Konstruktionen sowie in deren Bereich
    • 320 Gleise
  • 321A Angaben zur VUV: Arbeitsmittel
  • 330A Angaben zur VUV: Arbeitsumgebung
  • 336A Angaben zur VUV: Arbeitsorganisation
  • 351 Angaben zur VUV: Organisation der Aufsicht
  • 381 Angaben zur VUV: Vollzug der Vorschriften über die Arbeitssicherheit (Durchführungsverfahren)
  • 400 Angaben zur VUV: Arbeitsmedizinische Vorsorge
  • 431 Angaben zur VUV: Finanzierung der Kosten der Aufsicht
  • 450A Verfahren und Rechtspflege, Schlussbestimmungen der VUV
  • 500A Angaben zu weiteren Erlassen
  • EKAS-Richtlinie Nr. 6508 über den Beizug von Arbeitsärzten und anderen Spezialisten der Arbeitssicherheit
  • EKAS-Richtlinie Nr. 6512 Arbeitsmittel
  • Ergänzungsband
Deutsch |
Français |
Italiano

317.11 Ausgänge in Fluchtwegen führen ins Freie oder in einen anderen sicheren Bereich

Art. 20 VUV
Art. 8 , 10 ArGV 4

Die gemäss 317.4 erforderlichen Ausgänge eines Gebäudes müssen in der Regel direkt ins Freie oder aber in ein feuerwiderstandsfähiges Treppenhaus (siehe Brandschutzrichtlinie 16-03d) führen. (Schweizerische Brandschutzvorschriften VKF: 1339.3a). Die Anforderung ist erfüllt, wenn

  • ein direkter Fassadenausgang vorhanden ist (ebenerdig)
  • ein Korridor in feuerwiderstandsfähiger Bauweise (siehe Brandschutzrichtlinie 16-03d) die Treppenanlage mit dem Freien direkt verbindet
  • der Ausgang aus dem Treppenhaus als zugehöriger Vorraum ausgebildet ist, welcher ausschliesslich Erschliessungszwecken dient. Lagerflächen sind deshalb unzulässig, während Repräsentationseinrichtungen ohne erhöhtes Brandrisiko vorhanden sein dürfen (z.B. Empfangsinfrastruktur)
  • der Ausgang in einen Hof mit offenem Ausgang mündet (siehe folgende Abbildung und Legende 408-7 aus der Wegleitung zur Verordnung 4 zum ArG)

Werden innenliegende Treppenanlagen über einen Ausgangskorridor erschlossen, so kann dieser ausnahmsweise auch im Unter- oder Obergeschoss angeordnet werden (siehe folgende Abbildung und Legende 407-1 aus der Wegleitung zur Verordnung 4 zum ArG).

In besondern Fällen (z.B. bei grossflächigen Gebäuden oder Gebäudeteilen (städtische Verhältnisse)) kann der Notausgang auch in einen "sicheren" Bereich führen, in welchem die zur Flucht Anlass gebende Gefahr nicht mehr besteht (andere Brandabschnitte). Es empfiehlt sich, die Anforderungen im Einzelfall mit der zuständigen Feuerpolizei festzulegen.

In besonderen Ausnahmefällen (z.B. Einwirkung Dritter, Verschleppung von schädlichen Agenzien) können Fluchtschleusen gebildet werden, wenn besondere Sicherheitsmassnahmen dies erfordern (z.B. Verhinderung eines Personenzutritts).

Die weitere Flucht muss gewährleistet sein und die Anforderungen an „sichere Bereiche“ sind dem Freien gleichzusetzen.