• Begriffe
  • 200 Angaben zum UVG und zur UVV
    • 202 Wer ist in welchem Umfang versichert?
    • 203 Was ist versichert?
    • 204 Welche Versicherungsleistungen werden erbracht?
    • 205 Wann werden Versicherungsleistungen gekürzt oder verweigert?
      • 205.1 Sinn und Zweck von Kürzungen bzw. Verweigerung von Versicherungsleistungen
      • 205.2 Zusammentreffen verschiedener Schadensursachen
      • 205.3 Schuldhaftes Herbeiführen eines Unfalles
      • 205.4 Aussergewöhnliche Gefahren und Wagnisse
    • 206 Rückgriff (Regress)
    • 207 Wann und wem sind Unfälle und Berufskrankheiten zu melden? / Versäumnis der Meldung
    • 208 Abklären des Unfalltatbestandes (Unfallabklärung)
  • 300 Angaben zur VUV: Geltungsbereich, Pflichten der Arbeitnehmer und Arbeitgeber, ASA-Beizug
  • 307A Angaben zur VUV: Beizug von Arbeitsärzten und anderen Spezialisten der Arbeitssicherheit (ASA-Beizug)
  • 309A Angaben zur VUV: Gebäude und andere Konstruktionen
  • 321A Angaben zur VUV: Arbeitsmittel
  • 330A Angaben zur VUV: Arbeitsumgebung
  • 336A Angaben zur VUV: Arbeitsorganisation
  • 351 Angaben zur VUV: Organisation der Aufsicht
  • 381 Angaben zur VUV: Vollzug der Vorschriften über die Arbeitssicherheit (Durchführungsverfahren)
  • 400 Angaben zur VUV: Arbeitsmedizinische Vorsorge
  • 431 Angaben zur VUV: Finanzierung der Kosten der Aufsicht
  • 450A Verfahren und Rechtspflege, Schlussbestimmungen der VUV
  • 500A Angaben zu weiteren Erlassen
  • EKAS-Richtlinie Nr. 6508 über den Beizug von Arbeitsärzten und anderen Spezialisten der Arbeitssicherheit
  • EKAS-Richtlinie Nr. 6512 Arbeitsmittel
  • Ergänzungsband
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205.1 Sinn und Zweck von Kürzungen bzw. Verweigerung von Versicherungsleistungen

Art. 21 ATSG
Art. 36 , 37 , 39 , 82 UVG

Die Gründe, die eine Kürzung oder die Verweigerung der Versicherungsleistungen (204) nach sich ziehen, sind

  • Zusammentreffen verschiedener Schadensursachen (205.2)
  • schuldhafte Herbeiführen eines Unfalles (205.3)
  • aussergewöhnliche Gefahren und Wagnisse (205.4)

Arbeitgeber und Arbeitnehmer haben alles ihnen Zumutbare zu tun, um Unfälle und Berufskrankheiten zu vermeiden (Art. 82 UVG).

Wer zumutbare Schutzmassnahmen nicht trifft oder zumutbare Verhaltensanweisungen nicht befolgt, hat für die Folgen ganz oder teilweise aufzukommen.

Mit den in Art. 21 Abs. 1 ATSG sowie in Art. 37 und 39 UVG festgelegten Sanktionen wollte der Gesetzgeber sicherstellen, dass die Prämienzahler nicht übermässig belastet werden, wenn Anspruchsberechtigte durch eigenes Verschulden einen Schaden verursachen. Er wollte damit auch verhindern, dass die Solidarität der versicherten Betriebe übermässig beansprucht wird. Schliesslich wollte er der Forderung Rechnung tragen, dass der Anspruchberechtigte die finanziellen Folgen ganz oder teilweise selbst zu tragen hat, wenn er den Gesundheitsschaden oder den Tod durch grobes Verschulden verursacht. Nicht zuletzt sollten diese Sanktionen auch erzieherisch und im weiteren Sinne unfallverhütend wirken. Einen Strafcharakter haben sie nicht.

Für weitere Informationen siehe "Wegleitung der Suva durch die Unfallversicherung" (1202)