• Begriffe
  • 200 Angaben zum UVG und zur UVV
  • 300 Angaben zur VUV: Geltungsbereich, Pflichten der Arbeitnehmer und Arbeitgeber, ASA-Beizug
  • 307A Angaben zur VUV: Beizug von Arbeitsärzten und anderen Spezialisten der Arbeitssicherheit (ASA-Beizug)
  • 309A Angaben zur VUV: Gebäude und andere Konstruktionen
  • 321A Angaben zur VUV: Arbeitsmittel
  • 330A Angaben zur VUV: Arbeitsumgebung
  • 336A Angaben zur VUV: Arbeitsorganisation
  • 351 Angaben zur VUV: Organisation der Aufsicht
  • 381 Angaben zur VUV: Vollzug der Vorschriften über die Arbeitssicherheit (Durchführungsverfahren)
  • 400 Angaben zur VUV: Arbeitsmedizinische Vorsorge
    • 403 Unterstellung unter die Vorschriften über die arbeitsmedizinische Vorsorge
    • 404 Vorsorgeuntersuchungen in der arbeitsmedizinischen Vorsorge
      • 405 Verhütung von Berufskrankheiten durch arbeitsmedizinische Vorsorgeuntersuchungen
      • 406 Eintrittsuntersuchung in der arbeitsmedizinischen Vorsorge
      • 407 Kontrolluntersuchungen in der arbeitsmedizinischen Vorsorge
      • 408 Nachuntersuchungen in der arbeitsmedizinischen Vorsorge
      • 409 Entschädigung des Arbeitnehmers für Vorsorgeuntersuchungen
      • 410 Kontrollbüchlein / Eignungsausweise in der arbeitsmedizinischen Vorsorge, Strahlenexponierte Arbeitnehmer
      • 411 Nichterfüllung der Untersuchungspflicht in der arbeitsmedizinischen Vorsorge
    • 412 Ausschluss gefährdeter Arbeitnehmender in der arbeitsmedizinischen Vorsorge
    • 417 Ansprüche des Arbeitnehmers in der arbeitsmedizinischen Vorsorge
  • 431 Angaben zur VUV: Finanzierung der Kosten der Aufsicht
  • 450A Verfahren und Rechtspflege, Schlussbestimmungen der VUV
  • 500A Angaben zu weiteren Erlassen
  • EKAS-Richtlinie Nr. 6508 über den Beizug von Arbeitsärzten und anderen Spezialisten der Arbeitssicherheit
  • EKAS-Richtlinie Nr. 6512 Arbeitsmittel
  • Ergänzungsband
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408 Nachuntersuchungen in der arbeitsmedizinischen Vorsorge

Art. 74 VUV

Nachuntersuchungen werden bei Personen durchgeführt, die in ihrer früheren beruflichen Tätigkeit mit von der Suva bezeichneten Stoffen in Kontakt kamen. Es sind das Stoffe, die auch nach vielen Jahren noch zu Erkrankungen führen können, vor allem Krebs erregende Arbeitsstoffe.

Wenn der Arbeitnehmende noch in dem Betrieb tätig ist, in welchem er seinerzeit exponiert war, erfolgt die Abwicklung der Nachuntersuchung über den Betrieb. Die Suva beauftragt den Arbeitgeber, die Nachuntersuchung vornehmen zu lassen. Dieser wird den Arbeitnehmenden darüber orientieren, ob weitere medizinische Anordnungen zu treffen sind oder wann die nächste Nachuntersuchung durchgeführt werden muss.

Wenn der Arbeitnehmende nicht mehr in dem Betrieb tätig ist, in welchem er seinerzeit exponiert war, erfolgt die Abwicklung der Nachuntersuchung in der Regel in direktem Kontakt zwischen ihm und der Suva.

Damit eine nahtlose Nachüberwachung der ehemals exponierten Arbeitnehmenden gewährleistet ist, sind die Arbeitgeber verpflichtet, der Suva, Austritte und Pensionierungen zu melden.

Der Arbeitnehmende wird grundsätzlich gleich wie bei den Eintritts- und Kontrolluntersuchungen entschädigt (409). Eine Lohnausfallentschädigung wird aber nur ausgerichtet, wenn eine tatsächliche Verdiensteinbusse ausgewiesen wird. Die Kosten der eigentlichen Nachuntersuchung - also z.B. das Arzthonorar und die Laborkosten - werden direkt von der Suva vergütet.