• Begriffe
  • 200 Angaben zum UVG und zur UVV
  • 300 Angaben zur VUV: Geltungsbereich, Pflichten der Arbeitnehmer und Arbeitgeber, ASA-Beizug
  • 307A Angaben zur VUV: Beizug von Arbeitsärzten und anderen Spezialisten der Arbeitssicherheit (ASA-Beizug)
  • 309A Angaben zur VUV: Gebäude und andere Konstruktionen
  • 321A Angaben zur VUV: Arbeitsmittel
  • 330A Angaben zur VUV: Arbeitsumgebung
  • 336A Angaben zur VUV: Arbeitsorganisation
  • 351 Angaben zur VUV: Organisation der Aufsicht
  • 381 Angaben zur VUV: Vollzug der Vorschriften über die Arbeitssicherheit (Durchführungsverfahren)
    • 382A Tätigkeiten der Durchführungsorgane
      • 382 Kontrolltätigkeit im Durchführungsverfahren der Arbeitssicherheit
      • 383 Beratung des Arbeitgebers und der Arbeitnehmer im Durchführungsverfahren der Arbeitssicherheit
      • 384 Betriebsbesuche und Befragungen im Durchführungsverfahren der Arbeitssicherheit
        • 384.1 Auftrag des Durchführungsorgans
        • 384.2 Befugnis des Durchführungsorgans
        • 384.3 Verpflichtung des Arbeitgebers und der Arbeitnehmenden
        • 384.4 Fachtechnisches Gutachten
      • 385 Ermahnung des Arbeitgebers im Durchführungsverfahren der Arbeitssicherheit
      • 386 Anzeige betreffend Arbeitssicherheit
    • 387 Erlass von Anordnungen im Durchführungsverfahren der Arbeitssicherheit
    • 390 Vollstrecken von Massnahmen im Durchführungsverfahren der Arbeitssicherheit
    • 394 Ausnahmebewilligung im Durchführungsverfahren der Arbeitssicherheit
    • 395 Arbeitssicherheits-Vollzugsdatenbank der EKAS
  • 400 Angaben zur VUV: Arbeitsmedizinische Vorsorge
  • 431 Angaben zur VUV: Finanzierung der Kosten der Aufsicht
  • 450A Verfahren und Rechtspflege, Schlussbestimmungen der VUV
  • 500A Angaben zu weiteren Erlassen
  • EKAS-Richtlinie Nr. 6508 über den Beizug von Arbeitsärzten und anderen Spezialisten der Arbeitssicherheit
  • EKAS-Richtlinie Nr. 6512 Arbeitsmittel
  • Ergänzungsband
Deutsch |
Français |
Italiano

384.3 Verpflichtung des Arbeitgebers und der Arbeitnehmenden

Art. 61 VUV
Art. 28 Abs. 1 ATSG

Der Arbeitgeber hat während der betrieblichen Arbeitszeit den für seinen Betrieb zuständigen Durchführungsorganen jederzeit freien Zutritt zu seinem Betrieb und zu allen Betriebseinrichtungen und Arbeitsplätzen zu gewähren. Ist der Zugang zu bestimmten Betriebsteilen, Betriebseinrichtungen oder Arbeitsplätzen aus zwingenden Gründen nicht jederzeit möglich (z.B. weil dadurch der Betriebsablauf in unzulässiger Art gestört oder hygienische Erfordernisse in Frage gestellt würden), so muss der Arbeitgeber mögliche Besuchszeiten mit dem Durchführungsorgan vereinbaren.

Der Arbeitgeber muss die erforderlichen Feststellungen, Erhebungen und Probenentnahmen möglich machen.

Der Arbeitgeber und die Arbeitnehmenden sind verpflichtet, alle für die Arbeitssicherheit erforderlichen Angaben zu machen und zwar wahrheitsgetreu.

Arbeitgeber und Arbeitnehmende machen sich strafbar, wenn sie eine Auskunft verweigern oder unwahre Auskünfte erteilen (Art. 113 UVG). Das gleiche gilt, wenn der Arbeitgeber zu Unrecht den Zutritt verweigert und damit das Einholen von Auskünften verhindert. Das Durchführungsorgan muss gegebenenfalls mit der Androhung einer Strafklage den Zutritt oder die Auskunft indirekt erzwingen.

Der Arbeitgeber hat sich ferner zu vergewissern, ob die Arbeitnehmenden oder ihre Vertretung im Betrieb den Wunsch haben, in geeigneter Form zu Betriebsbesuchen und Abklärungen der Durchführungsorgane beigezogen, angehört zu werden. Dabei können die Arbeitnehmenden von dem ihnen zustehenden Mitwirkungsrecht in Fragen der Arbeitssicherheit und des Gesundheitsschutzes Gebrauch machen (Art. 6a VUV, Art. 6 ArGV 3, Art. 10 Mitwirkungsgesetz). Dabei handelt es sich nicht um ein Anhörungsrecht im Zusammenhang mit der Gewährung des rechtlichen Gehörs im Sinne von Art. 64 Abs. 1 VUV, sondern um ein Anhören (eine Mitsprache) zum Zwecke der Meinungsbildung.