• Begriffe
  • 200 Angaben zum UVG und zur UVV
  • 300 Angaben zur VUV: Geltungsbereich, Pflichten der Arbeitnehmer und Arbeitgeber, ASA-Beizug
  • 307A Angaben zur VUV: Beizug von Arbeitsärzten und anderen Spezialisten der Arbeitssicherheit (ASA-Beizug)
  • 309A Angaben zur VUV: Gebäude und andere Konstruktionen
  • 321A Angaben zur VUV: Arbeitsmittel
  • 330A Angaben zur VUV: Arbeitsumgebung
  • 336A Angaben zur VUV: Arbeitsorganisation
  • 351 Angaben zur VUV: Organisation der Aufsicht
    • 352 Durchführungsorgane für die Aufsicht über die Arbeitssicherheit
      • 353 Kantonale Durchführungsorgane des Arbeitsgesetzes als Durchführungsorgane für die Arbeitssicherheit
      • 354 Eidgenössische Durchführungsorgane des Arbeitsgesetzes als Durchführungsorgane für die Arbeitssicherheit
      • 355 Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva) als Durchführungsorgan für die Arbeitssicherheit
      • 356 Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva) als Durchführungsorgan für die Arbeitssicherheit (Berufskrankheiten)
        • 356.1 Zuständigkeit der Suva bei der Verhütung von Berufskrankheiten
        • 356.2 Aufgabe der Suva bei der Aufsicht über die Anwendung der Vorschriften über die Verhütung von Berufskrankheiten
        • 356.3 Meldepflicht für besonders gesundheitsgefährdende Arbeiten
        • 356.4 Richtlinien für maximale Arbeitsplatzkonzentrationen gesundheitsgefährdender Stoffe sowie über Grenzwerte für physikalische Einwirkungen
      • 357 Fachorganisationen als Durchführungsorgane für die Arbeitssicherheit
    • 358 Koordinationskommission für die Arbeitssicherheit (EKAS)
    • 366 Verhütung von Nichtberufsunfällen
  • 381 Angaben zur VUV: Vollzug der Vorschriften über die Arbeitssicherheit (Durchführungsverfahren)
  • 400 Angaben zur VUV: Arbeitsmedizinische Vorsorge
  • 431 Angaben zur VUV: Finanzierung der Kosten der Aufsicht
  • 450A Verfahren und Rechtspflege, Schlussbestimmungen der VUV
  • 500A Angaben zu weiteren Erlassen
  • EKAS-Richtlinie Nr. 6508 über den Beizug von Arbeitsärzten und anderen Spezialisten der Arbeitssicherheit
  • EKAS-Richtlinie Nr. 6512 Arbeitsmittel
  • Ergänzungsband
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356.4 Richtlinien für maximale Arbeitsplatzkonzentrationen gesundheitsgefährdender Stoffe sowie über Grenzwerte für physikalische Einwirkungen

Art. 50 Abs. 3 VUV

Gemäss dem vorstehenden Artikel kann die Suva entsprechende Richtlinien erlassen. So gibt die Suva im Einverständnis mit der Grenzwertkommission der Schweizerischen Vereinigung für Arbeitsmedizin, Arbeitshygiene und Arbeitssicherheit periodisch Richtlinien für die zulässigen Grenzwerte am Arbeitsplatz heraus

(1356.4). Unter der MAK (maximale Arbeitsplatzkonzentration) versteht man den oberen Grenzwert derjenigen Konzentration eines gas-, dampf- oder staubförmigen Arbeitsstoffes in der Luft, die nach der derzeitigen Kenntnis bei Einwirkung während einer Arbeitszeit von 8 Stunden täglich und bis 42 Stunden pro Woche auch über längere Perioden bei der stark überwiegenden Zahl der gesunden am Arbeitsplatz Beschäftigten die Gesundheit nicht gefährdet.

Die höchstzulässigen Konzentrationen am Arbeitsplatz bedeuten keine sicheren Grenzen zwischen gefährlichen und ungefährlichen Bereichen. Konzentrationen eines Schadstoffes, die unter dem MAK-Wert liegen, garantieren nicht die Gesundheit aller Exponierten. Besonders empfindliche oder in ihre Gesundheit beeinträchtigte Personen können auch durch tiefere Konzentrationen gefährdet werden. Die Grenzwertliste enthält zudem Kurzzeitgrenzwerte, die kurzzeitige Abweichungen der aktuell gemessenen Raumluftkonzentrationen über dem MAK-Wert hinsichtlich Höhe, Dauer und Häufigkeit pro Arbeitstag / Schicht begrenzen. Stoffe, welche die Haut leicht durchdringen und somit zu einer Vergiftung durch Hautaufnahme führen können, Stoffe, welche häufig zu Überempfindlichkeitsreaktionen (Allergien) führen sowie Stoffe, welche beim Menschen Krebs erzeugen können, sind in der Liste der MAK-Werte besonders gekennzeichnet. Die Beurteilung der inneren Belastung / Beanspruchung durch chemische Arbeitsstoffe erfolgt mittels des Biologischen Monitoring.

Der BAT-Wert (Biologischer Arbeitstofftoleranzwert) ist die höchstzulässige Konzentration eines Arbeitsstoffes bzw. dessen Metaboliten im biologischen Material oder die durch die Einwirkung des Arbeitsstoffes ausgelöste Abweichung eines biologischen Parameters von seiner Norm, welche nach der derzeitigen Erkenntnis bei Einwirkung während einer üblichen Arbeitszeit (analog MAK-Wert) die Gesundheit der Arbeitnehmenden nicht gefährdet. Die Liste der BAT-Werte wird in der Grenzwertliste ebenfalls publiziert. Die Grenzwerte dienen dem Durchführungsorgan unter Berücksichtigung von Messergebnissen als Unterlage für die Anordnung technischer Massnahmen. Die technische Verhütung der Berufskrankheit soll erreichen, dass die Grenzkonzentrationen gefährdende Arbeitsstoffe und die Grenzwerte physikalischer Einwirkungen im Rahmen des Streubereiches unterschritten werden.