• Begriffe
  • 200 Angaben zum UVG und zur UVV
  • 300 Angaben zur VUV: Geltungsbereich, Pflichten der Arbeitnehmer und Arbeitgeber, ASA-Beizug
  • 307A Angaben zur VUV: Beizug von Arbeitsärzten und anderen Spezialisten der Arbeitssicherheit (ASA-Beizug)
  • 309A Angaben zur VUV: Gebäude und andere Konstruktionen
  • 321A Angaben zur VUV: Arbeitsmittel
  • 330A Angaben zur VUV: Arbeitsumgebung
    • 330 Lüftung im Arbeitsbereich
    • 331 Lärm in der Arbeitsumgebung
    • 332 Vibration in der Arbeitsumgebung
      • 332.1 Begriff "Vibration"
      • 332.2 Grundsätzliches Schutzziel "Vibration"
      • 332.3 Vermeiden von durch Vibrationen verursachten Gesundheitsschäden
      • 332.4 Grenzwerte für schädigende Vibrationen
      • 332.5 Technische Massnahmen zur Vibrationsbekämpfung
      • 332.6 Messen der Vibrationen
    • 333 Beleuchtung der Arbeitsumgebung
    • 334 Explosions- und Brandgefahr in der Arbeitsumgebung
    • 335 Instandhaltung und Abfallbeseitigung
  • 336A Angaben zur VUV: Arbeitsorganisation
  • 351 Angaben zur VUV: Organisation der Aufsicht
  • 381 Angaben zur VUV: Vollzug der Vorschriften über die Arbeitssicherheit (Durchführungsverfahren)
  • 400 Angaben zur VUV: Arbeitsmedizinische Vorsorge
  • 431 Angaben zur VUV: Finanzierung der Kosten der Aufsicht
  • 450A Verfahren und Rechtspflege, Schlussbestimmungen der VUV
  • 500A Angaben zu weiteren Erlassen
  • EKAS-Richtlinie Nr. 6508 über den Beizug von Arbeitsärzten und anderen Spezialisten der Arbeitssicherheit
  • EKAS-Richtlinie Nr. 6512 Arbeitsmittel
  • Ergänzungsband
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332.5 Technische Massnahmen zur Vibrationsbekämpfung

Art. 34 Abs. 1 VUV

  1. Massnahmen zur Vibrationsbekämpfung an Gebäuden und Gebäudeteilen (1332.5)
    Solche Massnahmen sind in Betracht zu ziehen, wenn die Vibrationen über den Grenzkurven der ISO-Norm (1332.4a) liegen. Abhilfe kann die Entkoppelung der Vibrationsanregung vom Gebäude oder die Vergrösserung der wirksamen Masse schaffen.

  2. Massnahmen zur Vibrationsbekämpfung an Arbeitsmitteln
    In Bezug auf Ganzkörperschwingungen betrifft dies vor allem Fahrzeuge, deren Stand- oder Sitzfläche Vibrationen über den Werten nach ISO-Norm (1332.4a) ausführen. Spezielle Sitze können diese Vibrationen wesentlich vermindern.

    Bezüglich Hand-Arm-Vibrationen sind Massnahmen an jenen Geräten und Werkzeugen vorzusehen, die erfahrungsgemäss oder aufgrund der Risikokurven des ISO-Normenvorschlages (1332.4b) Vibrationsschädigungen verursachen können (z.B. Abbauhammer, Meisselhammer, Niethammer, Schlagbohrmaschine, pneumatische Handstampfer, pneumatisches und manuelles Meisseln, Motorkettensägen, Polier- und Schleifmaschinen).

    Bei vibrierenden Handwerkzeugen ist die Konstruktion entscheidend; nachträgliche Massnahmen führen oft nicht zum Erfolg. Die Gestaltung muss auf kleine bewegte Massen, gute Auswuchtung und geringes Spiel ausgerichtet sein. Geräte, die im Freien eingesetzt werden, sollen mit Handschuhen bedienbar sein (Kälteschutz).

    Entweder sind Vibrationsquellen schwingungsisoliert einzubauen, oder Handgriffe und Haltepunkte gegen Vibrationen zu entkoppeln (sog. Antivibrations- oder AV-Griff bei modernen Motorkettensägen).

    Bei Pressluftwerkzeugen soll sich der Luftauslass nicht in Handnähe befinden (Abkühlung vermeiden).

    Die Geräte sind so instand zu halten, dass sich die Vibrationen und ihre Übertragung auf die Berührungspunkte nicht verstärken (z.B. Elastizität von Gummielementen).

  3. Massnahmen zur Vibrationsbekämpfung bei Arbeitsabläufen und Produktionsverfahren
    Organisatorische Massnahmen sind u.a. Arbeitspausen, in denen sich die Hände wieder erwärmen, und das Aufteilen der Vibrationsarbeiten auf mehrere Personen, wodurch die Gefährdung des Einzelnen verringert wird.

    Allgemein sind Produktionsverfahren mit geringer Vibrationsbelastung zu wählen.