• Begriffe
  • 200 Angaben zum UVG und zur UVV
  • 300 Angaben zur VUV: Geltungsbereich, Pflichten der Arbeitnehmer und Arbeitgeber, ASA-Beizug
  • 307A Angaben zur VUV: Beizug von Arbeitsärzten und anderen Spezialisten der Arbeitssicherheit (ASA-Beizug)
  • 309A Angaben zur VUV: Gebäude und andere Konstruktionen
  • 321A Angaben zur VUV: Arbeitsmittel
  • 330A Angaben zur VUV: Arbeitsumgebung
    • 330 Lüftung im Arbeitsbereich
    • 331 Lärm in der Arbeitsumgebung
      • 331.1 Begriff "Lärm"
      • 331.2 Schutzziel "Lärm"
      • 331.3 Vermeiden von durch Lärm verursachten Gesundheitsschäden
      • 331.4 Grenzwerte für gehörgefährdenden Lärm
      • 331.5 Technische Massnahmen zur Lärmminderung
      • 331.6 Verwenden von Gehörschutzmitteln
      • 331.7 Beeinträchtigen der Sicherheit durch Lärm
      • 331.8 Messen und Beurteilen von Lärm
    • 332 Vibration in der Arbeitsumgebung
    • 333 Beleuchtung der Arbeitsumgebung
    • 334 Explosions- und Brandgefahr in der Arbeitsumgebung
    • 335 Instandhaltung und Abfallbeseitigung
  • 336A Angaben zur VUV: Arbeitsorganisation
  • 351 Angaben zur VUV: Organisation der Aufsicht
  • 381 Angaben zur VUV: Vollzug der Vorschriften über die Arbeitssicherheit (Durchführungsverfahren)
  • 400 Angaben zur VUV: Arbeitsmedizinische Vorsorge
  • 431 Angaben zur VUV: Finanzierung der Kosten der Aufsicht
  • 450A Verfahren und Rechtspflege, Schlussbestimmungen der VUV
  • 500A Angaben zu weiteren Erlassen
  • EKAS-Richtlinie Nr. 6508 über den Beizug von Arbeitsärzten und anderen Spezialisten der Arbeitssicherheit
  • EKAS-Richtlinie Nr. 6512 Arbeitsmittel
  • Ergänzungsband
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331.4 Grenzwerte für gehörgefährdenden Lärm

Art. 34 VUV

Schall im hörbaren Bereich (20 Hz bis 20 kHz) (1331.4a)

Schall
Erreicht oder überschreitet der auf einen Arbeitstag von 8 Stunden berechnete energieäquivalente Dauerschalldruckpegel Leq 85 dB(A), so ist eine Risikobeurteilung vorzunehmen, und es sind die notwendigen Massnahmen zu treffen:

Leq³ 85 bis 87 dB(A) pro Woche, Monat oder Jahr
Lärmbelastung im Grenzbereich der Gehörgefährdung. Dem Personal sind Gehörschutzmittel zur Verfügung zu stellen, und das Tragen dieser Schutzmittel ist zu empfehlen. Die Gehörkontrollen sind fakultativ.

Leq³ 88 im dB(A) pro Woche, Monat oder Jahr
Lärmbelastung ist gehörgefährdend. Bei Lärm am Arbeitsplatz, der nicht durch technische Massnahmen reduziert werden kann, muss der Arbeitgeber das Gehörschutzmittel-Obligatorium einführen und durchsetzen. Für diese Personen sind die Gehörkontrollen obligatorisch.

Impulsartiger Schall
Überschreitet der Schalldruckspitzenpegel (Peak) 140 dB(C), so ist eine Risikobeurteilung basierend auf dem über eine Stunde aufsummierten Schallexpositionspegel SEL in dB(A) vorzunehmen, und es sind die notwendigen Massnahmen zu treffen:

SEL <125 dB(A)
Impulsereignis im Grenzbereich der Gehörgefährdung. Dem Personal sind Gehörschutzmittel zur Verfügung zu stellen, und das Tragen dieser Schutzmittel ist zu empfehlen. Die Gehörkotrollen der Suva sind fakultativ.

SEL ³ 125 dB(A)
Impulsereignis ist gehörgefährdend. Das Tragen von Gehörschutzmittel und die Gehörkontrollen sind obligatorisch.

Ultraschall (Frequenzbereich 20 kHz bis 100 kHz)
Ultraschall verursacht nach dem heutigen Stand des Wissens keine Schädigung, wenn der Maximalpegel unter 140 dB und der Mittelungspegel bezogen auf 8 h/Tag, unter 110 dB liegt (1331.4b).

Infraschall (Frequenzbereich 2 Hz bis 20 Hz)
Infraschall verursacht nach dem heutigen Stand des Wissens keine Schädigung, wenn der Mittelungspegel, bezogen auf 8 Stunden pro Tag, unter 135 dB und der Maximalpegel unter 150 dB liegt. Störungen des Wohlbefindens können auftreten, wenn der Mittelungspegel 120 dB übersteigt.