• Begriffe
  • 200 Angaben zum UVG und zur UVV
  • 300 Angaben zur VUV: Geltungsbereich, Pflichten der Arbeitnehmer und Arbeitgeber, ASA-Beizug
  • 307A Angaben zur VUV: Beizug von Arbeitsärzten und anderen Spezialisten der Arbeitssicherheit (ASA-Beizug)
  • 309A Angaben zur VUV: Gebäude und andere Konstruktionen
  • 321A Angaben zur VUV: Arbeitsmittel
    • 321 Grundsatz für Arbeitsmittel
    • 322 Belastbarkeit von Arbeitsmitteln
    • 323 Gestaltung von Arbeitsmitteln im Zusammenhang mit ihrer Reinigung
    • 324 Zugänglichkeit zu und an Arbeitsmitteln
    • 325 Schutzeinrichtungen an Arbeitsmitteln
    • 326 Zündquellen an Arbeitsmitteln
      • 326.1 Begriff "Zündquelle"
      • 326.2 Schutzziel "Zündquelle"
      • 326.3 Beurteilen der Brandgefahr
      • 326.4 Beurteilen der Explosionsgefahr
      • 326.5 Zündquellen
      • 326.6 Arbeitsmittel in Ex-Zonen, Besondere Bestimmungen betreffend Zündquellen
    • 327 Steuerungen und Schalteinrichtungen an Arbeitsmitteln
    • 328 Behälter und Leitungen
    • 329 Feuerungsanlagen für technische Zwecke
    • 329A Arbeitsmittel verwenden
    • 329B Instandhaltung von Arbeitsmitteln
  • 330A Angaben zur VUV: Arbeitsumgebung
  • 336A Angaben zur VUV: Arbeitsorganisation
  • 351 Angaben zur VUV: Organisation der Aufsicht
  • 381 Angaben zur VUV: Vollzug der Vorschriften über die Arbeitssicherheit (Durchführungsverfahren)
  • 400 Angaben zur VUV: Arbeitsmedizinische Vorsorge
  • 431 Angaben zur VUV: Finanzierung der Kosten der Aufsicht
  • 450A Verfahren und Rechtspflege, Schlussbestimmungen der VUV
  • 500A Angaben zu weiteren Erlassen
  • EKAS-Richtlinie Nr. 6508 über den Beizug von Arbeitsärzten und anderen Spezialisten der Arbeitssicherheit
  • EKAS-Richtlinie Nr. 6512 Arbeitsmittel
  • Ergänzungsband
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326.5 Zündquellen

Art. 29 VUV

Die wesentlichen Zündquellen sind:

  • Zündung durch Wärme
  • Zündung durch elektrische Funken
  • Zündung durch elektrostatische Entladungen
  • Zündung durch mechanisch erzeugte Funken.

Für die einzelnen Zündquellen ist zu beachten:

  • Flammen oder Glut
    Derartige Zündquellen sind in den Ex-Zonen 0 bzw. 20 verboten und in den Ex-Zonen 1 bzw.21 und 2 bzw. 22 nur zulässig, wenn besondere technische oder organisatorische Schutzmassnahmen (z.B. Lüftung, Schweisserlaubnis) getroffen werden.
  • Heisse Oberflächen
    Für alle Ex-Zonen gilt, dass die Oberflächentemperatur die Zündtemperatur des jeweils vorhandenen Stoffes nicht überschreiten darf. Zur Vereinfachung, insbesondere für die Prüfung von elektrischem Material, werden die Zündtemperaturen in Temperaturklassen eingeteilt (1326.4).
  • Funken von elektrischen Anlagen
    Elektrische Arbeits-/Betriebsmittel und Installationsausführungen in explosionsgefährdeten Bereichen haben den Vorschriften des Schweizerischen Elektrotechnischen Vereins (SEV) für die betreffende Ex-Zone zu entsprechen (1326.5a).
  • Funken aus elektrostatischer Entladung
    Durch Trennvorgänge bilden sich elektrostatische Aufladungen, die zu gefährlichen Entladungen führen können (1326.5b). Die wichtigsten Beispiele für derartige Trennvorgänge sind:
    • Umfüllen, Fördern, Rühren und Versprühen von unpolaren Flüssigkeiten (wie z.B. bei vielen Kohlenwasserstoffen, Ether), die einen spezifischen Widerstand von mehr als 108 Ohm • m aufweisen.
    • Gehen mit isolierenden Schuhsohlen oder auf einem nicht ableitfähigen Boden.
    • Umfüllen, Aufwirbeln, Abgleiten und Abrutschen von pulver- bzw. staubförmigem Material.
    • Abwickeln von Kunststoff- oder Papierfolien.

In explosionsgefährdeten Bereichen sind in allen Zonen Schutzmassnahmen zu treffen, welche verhindern, dass sich gefährliche elektrostatische Aufladungen bilden (1326.5b). Die wichtigsten dieser Schutzmassnahmen sind:

    • Leitfähige Werkstoffe verwenden mit Potentialausgleich und Erden.
    • Verbessern der elektrischen Leitfähigkeit von Arbeitsstoffen durch spezielle Zusätze, damit der spezifische Widerstand unter 108 Ohm • m fällt.
    • Geringhalten der Strömungsgeschwindigkeit von Flüssigkeiten.
    • Verwenden von leitfähigen Bodenbelägen und Schuhen mit leitfähigen Sohlen (Ableitwiderstand von weniger als 108 Ohm).
    • Ableiten der Ladungen von Papier- oder Folienbahnen durch Ionisatoren.
  • Mechanisch erzeugte Funken
    Darunter versteht man Funken, wie sie bei Reib, Schlag- oder Schleifvorgängen entstehen können. In explosionsgefährdeten Bereichen sind in allen Zonen Schutzmassnahmen zu treffen, die verhindern, dass mechanisch Funken in gefährlichem Ausmass erzeugt werden. Die wichtigsten dieser Schutzmassnahmen sind:
    • Verhindern von Reib- und Schlagfunken durch Wahl geeigneter Materialkombinationen (z.B. mit Bunt- oder Leichtmetallen).
    • Verhindern von Schleiffunken durch Wasserkühlung an der Schleifstelle.